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Die Preisträger 2019

In einer Feierstunde im Alten Rathaus empfing Bürgermeister Reinhard Limbach die Preisträger und Jurymitglieder des Bonner Energieeffizienz-Preises 2019. „Der Klimawandel ist ein globales Problem. Lösungen müssen aber auch lokal ansetzen, beim Verbraucher selbst. Auf kommunaler Ebene sind wir die Entscheider“, sagte Limbach.

 

Stadtwerke verlässlicher Partner beim Klimaschutz

Die Stadtwerke seien in diesem Zusammenhang ein wichtiger und verlässlicher Partner, der unter anderem mit dem Ausbau der Fernwärme und dem Aufbau der E-Mobility-Infrastruktur Wesentliches leiste. „Mit dem Energieeffizienz-Preis suchen die Stadtwerke vorbildliche Projekte und berichten darüber, um Nachahmer zu finden“, sagte Limbach. „Und Sie ,liebe Preisträger, sind die Personen, ohne die diese Vorzeigemaßnahmen nicht umgesetzt hätten werden können."

 

"In diesem Jahr gibt es erneut sehr gute Vorbilder"

Dem stimmte Peter Weckenbrock, Geschäftsführer SWB Energie und Wasser, in seiner Laudatio zu: „Energieeffizienz und Klimaschutz geht uns alle an. Unsere Aufgabe ist, Vorbilder zu präsentieren und Nachahmer zu gewinnen. Dabei wird SWB von der Jury des Energieeffizienz-Preises unterstützt, von der Bernhard von Grünberg, Vorsitzender Deutscher Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr, Celia Schütze, Geschäftsführerin Bonner Energie Agentur e.V., sowie Dr. Ute Zolondek, Amtsleiterin Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda, zur Preisverleihung gekommen waren. Den Jurymitgliedern galt Weckenbrocks besonderer Dank: „Durch Ihre fachkundige Bewertung können wir heute würdige Preisträger auszeichnen. Und in diesem Jahr gibt es erneut sehr gute Vorbilder. Ihre Projekte zeigen ein breites Spektrum dessen, was heutzutage technisch möglich sowie wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist.“

 

Energieeffizienz und Ästhetik unter einem Dach

So hat das Ehepaar Ferit und Sabine Schnieders mit ihrem im September 2019 in Ippendorf fertiggestellten Einfamilienhaus überzeugt. „Ihr Ziel war es, Energieeffizienz und Ästhetik unter ein Dach zu bekommen“, erläuterte Rosa Hemmers von SynergieKomm Agentur für Nachhaltigkeit und Innovation. „Ihr Aktiv-Plus-Haus kommt durch die Photovoltaik-Anlage ohne fossile Energieträger aus. Die PV-Anlage, die der gesamten Sonnenbahn nach ausgerichtet ist, stellt die Dachfläche dar – und das merkt man gar nicht. Ein tolles Beispiel“, so Hemmers.

 

Energetisch hochwertiges Kleinod

Für energetisch hochwertigen Wohnraum, der ökologisch machbar und für Mieter bezahlbar ist, wurde Martin Winkler ausgezeichnet. Er hat mit dem Projekt Carree 77 auf der Bornheimer Straße ein „Kleinod mit neun Wohneinheiten“ geschaffen“, so Hemmers. „Es braucht nur 55 Prozent der Energie, die die Energieeinsparverordnung erlaubt. Die Nebenkosten pro Quadratmeter liegen gerade einmal bei 1,30 Euro.“

 

Von der Schreinerei zum energieeffizienten Mehrfamilienhaus

Das Ehepaar Gisbert und Sabine Dues erhielt den Preis für ihr energieeffizientes Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten in Röttgen. „Sie haben eine alte Schreinerei gekauft und bei diesem Umbau bewiesen: Man kann investieren und dabei energieeffizient sein“, so Hemmers. Sie haben, so Hemmers, ökologisch bewusst umgebaut und das bei Herstellungskosten von 2700 Euro pro Quadratmeter – ein Preis, der sich sehen lassen und anderen Investoren ein Vorbild sein könne. So haben Dues unter anderem neben einer hochwirksamen Gebäudedämmung nach KfW55 eine Luft-Wärmepumpe und dezentrale Wohnraumlüfter mit Wärmerückgewinnung eingebaut.

 

KlimaBonnBon für Idee zur Wasserstoffgewinnung

Ein Sonderpreis, das sogenannte KlimaBonnBon, ging an zwölf Schüler der EIisabeth-Selbert-Gesamtschule, die am Projektkurs Chemie/Physik zum Thema „Verbesserung der Brennstoffzellentechnologie“ ihres Lehrers Andreas Kirst teilgenommen haben. Sie haben sich mit der Gewinnung von Wasserstoff auseinandergesetzt, mit der Elektrolyse unter Wasser experimentiert und sich dabei den hydrostatischen Druck in einem langen, mit Wasser gefüllten Rohr zunutze gemacht. „Wir haben uns unsere Idee bereits beim Patentamt schützen lassen und sogar schon einen Termin zur Präsentation bei einem Unternehmen. Wir sind gespannt, was kommt“, so Andreas Kirst.

 

Preisschecks über 2000 Euro

Peter Weckenbrock und Reinhard Limbach übergaben allen Preisträgern, die sich sichtlich über ihre Auszeichnungen freuten, jeweils Schecks über 2000 Euro sowie Blumensträuße und danken vor allem auch der Jury für ihr Enagement.